24. März 2017

Deutscher Pflegetag: Digital Mental Health als neue Chance bei mentalen Erkrankungen?

München/Berlin – Woran erkenne ich als Betroffener, ob ich an einer Depression leide? Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es und wie erhalte ich schnelle Hilfe? Welche Bedeutung haben innovative Ansätze aus dem Bereich "Digital Mental Health" und welche konkreten Bedürfnisse haben Patienten im Internet? Diese und weitere Fragen zu Gegenwart und Zukunft von E-Mental Health diskutierten namhafte Experten im Rahmen des 4. Deutschen Pflegetags in Berlin.

 

„Angehörige von Pflegeberufen sind täglich enormen Belastungen ausgesetzt. Dies wird in der Öffentlichkeit jedoch nicht immer angemessen wertgeschätzt. Gerade auch hinsichtlich einer zunehmend alternden Gesellschaft ist es wichtig zu verdeutlichen, was Pflege heute alles leistet“, sagt Oliver Kirst, Geschäftsleiter von Servier Deutschland. „Im Sinne einer langfristigen Partnerschaft unterstützen wir daher den Deutschen Pflegetag zum wiederholten Male auch in diesem Jahr.“

 

Pflegekräfte zunehmenden physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt
Aktuelle Daten belegen: Pflegekräfte laufen zunehmend Gefahr, an mentalen Erkrankungen zu erkranken[1]: Täglich hohe Belastungen und Stress, Personalmangel und oft auch die eigenen Ansprüche zehren an den Kräften. Auch pflegende Angehörige können an Depressionen erkranken, da sie im häuslichen Umfeld einem starken physischen und psychischen Druck ausgeliefert sein können und womöglich erleben müssen, wie sich der Charakter eines Verwandten oder eines anderen geliebten Menschen verändert. Menschen, die an Depressionen leiden, benötigen grundsätzlich schnelle Hilfe und haben oftmals keine Zeit, um lange auf einen Therapieplatz zu warten.

 
„Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz betragen nicht selten bis zu sechs Monate“, sagt Prof. Kai G. Kahl, Geschäftsführender Oberarzt der Medizinischen Hochschule Hannover. „Während dieser Zeit ist der Patient mit seinem Leidensdruck oft auf sich alleine gestellt. Hier ist rasche Hilfe dringend erforderlich, zum Beispiel auch durch evidenz-basierte Online-Therapieprogramme.“

 

"Patient im Netz": Analyse von über 25.000 Gesundheits-Surfern verrät, was Patienten wollen
Doch welche konkreten Bedürfnisse und Anforderungen haben Patienten im Netz? Antworten liefern die Ergebnisse des "E-Patient Survey", der größten Online-Befragung zum Phänomen 'Patient im Netz' und 'digitale Gesundheit' in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Unsere Analysen von über 25.000 Gesundheits-Surfern zeigen, welche digitale Gesundheitsanwendungen wie Webseiten, Apps oder Startups genutzt werden und wie sich dies im realen Leben der Patienten auswirkt - zum Beispiel zur Krankheitsbewältigung, Vorsorge oder Therapieadhärenz", sagt Dr. Alexander Schachinger, Gründer und Geschäftsführer EPatient RSD GmbH. "Die Ergebnisse zeigen, dass sich Patienten im Internet-Dschungel häufig verloren fühlen. Für den Nutzer ist es daher entscheidend, die seriösen und evidenz-basierten Angebote zu finden. Hierzu bitten Patienten immer häufiger direkt ihren Arzt und/oder Therapeuten um eine klare Empfehlung. Grundsätzlich erwarten Patienten im Netz eine gut verständliche digitale Hilfe, auf die man jederzeit und überall zugreifen kann."

 

Dass evidenz-basierte Online-Therapieprogramme Patienten helfen können, belegt auch eine kürzlich erschienene Meta-Analyse von 13 Studien mit insgesamt 3.832 Patienten aus Australien, Deutschland, England, den Niederlanden, Spanien und der Schweiz: Fünf der analysierten Studien nutzten dabei das evidenzbasierte Online-Therapieprogramm deprexis®24, das bei unipolarer Depression oder depressiver Verstimmung eine wirksame Wartezeitüberbrückung und/oder Therapieunterstützung bietet [2].

 

Der Deutsche Pflegetag ist die zentrale Branchenveranstaltung für die Pflege in Deutschland und stellt Experten, Entscheider und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft eine Plattform zum intensiven Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Der 4. Deutsche Pflegetag findet statt vom 23.-25. März 2017 in der STATION Berlin.

 

deprexis®24: Effektiv, flexibel und interaktiv
Das von Servier Deutschland vertriebene und als Medizinprodukt zertifizierte Online-Therapieprogramm deprexis®24 bietet bei unipolarer Depression oder depressiver Verstimmung eine wirksame Therapieunterstützung und/oder Wartezeitüberbrückung.
Das interaktive Programm basiert auf anerkannten Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und wurde von Ärzten und Psychotherapeuten mitentwickelt. Es ist auf allen Computern und mobilen Endgeräten verfügbar. deprexis®24 führt über einen Zeitraum von drei Monaten einen virtuellen interaktiven, dynamischen Dialog mit dem Nutzer und reagiert individuell auf dessen Antworten. Es kann mit oder ohne begleitende Unterstützung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten angewendet werden. Die Begleitung der Anwendung von deprexis®24 durch einen Arzt oder Psychotherapeuten verbessert den Effekt des Online-Therapieprogramms.

 

Die signifikante antidepressive Wirksamkeit von deprexis®24 wurde in acht wissenschaftlichen Studien in Deutschland mit mehreren tausend Patienten nachgewiesen [3-10]. Die strengen Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes werden erfüllt. Ziel ist es, dem Patienten in seiner Depression zu helfen und die Fähigkeit zu einem verbesserten Selbstmanagement zu unterstützen.
Weitere Informationen zu deprexis®24 unter: https://www.deprexis24.de

 

Über Servier
Das größte private französische Arzneimittelunternehmen Servier investiert jährlich ein Viertel seines Pharma-Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente. Weltweit vertreibt das 1954 gegründete Unternehmen über 30 Medikamente aus den Bereichen Herz-Kreislauf, Diabetes, Osteoporose, Krebs und Depression. Seit dem Tod des Firmengründers Dr. Jacques Servier im Jahr 2014 ist das Unternehmen in eine Stiftung überführt worden und wird von einem von ihm bestellten Stiftungsrat geführt. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Servier Umsatzerlöse in Höhe von rund 4 Milliarden Euro.
Die deutsche Niederlassung des französischen Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Paris wurde 1996 in München gegründet. In Deutschland werden insbesondere Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie und Depression vermarktet. Die Unterstützung wissenschaftlicher Förderpreise sowie soziales Engagement sind selbstverständlich für Servier. (www.servier.de)

 

Literatur
[1] Depressionsatlas der Techniker Krankenkasse
[2] Emery G JAMA Psychiatry, 22 Februar 2017
[3] Meyer B et al. J Med Internet Res 2009; 11(2):e15. doi: 10.2196/jmir.1151
[4] Berger T et al. Cog Behav Ther 2011; 40: 251-266
[5] Moritz S et al. Behav Res Ther 2012; 50: 513-521
[6] Schröder J et al. Epilepsia 2014; 55: 2069-2076
[7] Meyer B et al. Internet Interventions 2015; 2: 48-59
[8] Fischer A et al. Lancet Psychiatry 2015; 2: 217-223
[9] Gräfe, V. and Greiner, W. (2016), Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie, Berlin
[10] Klein P et al. Psychother Psychosom 2016; 85:218-228

 

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